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Zum Jahreskonzert am 4.November erklingt das STABAT MATER von A.Dvorak
Für das diesjährige geistliche Konzert des Christian-Erbach-Chors hat Chorleiter Matthias Heucher das
Oratorium Stabat Mater von Antonin Dvorak ausgesucht, des bekannten Meisters aus dem "Konservatorium Europas".
Als Text liegt diesem Werk die lateinische Sequenz Stabat Mater dolorosa zugrunde, deren Aussage auch aus dem schönen
Kirchenlied Christi Mutter stand mit Schmerzen bekannt ist. Dvorak reiht sich mit seiner Komposition in eine Reihe
berühmter Namen wie Palaestrina, Pergolesi, Rossini oder Verdi ein, die die Jacopone di Todi zugeschriebenen
Verse aus dem 13. Jahrhundert schon vor ihm bearbeiteten. Dvoraks Werk hat erstmals den Charakter des Oratoriums.
Vollendet wurde die Komposition 1877. Sie gilt als Ausdruck sehr persönlicher, schmerzhafter Erfahrungen und
Erlebnisse des tschechischen Meisters: innerhalb weniger Monate waren sowohl seine elf Monate alte Tochter als
auch der ältere Erstgeborene durch Krankheit dahingerafft worden. Bei Dvorak lösten diese Schicksalsschläge
eine fieberhafte Schaffensphase aus.
Mit den frühen Aufführungen, insbesondere der in England 1883, begann der internationale Ruhm Dvoraks.
Die Komposition, bei der stilistisch Einflüsse seines Freundes Johannes Brahms und der deutschen Romantik
wahrnehmbar sind, ist in zehn abgeschlossene Teile gegliedert. Auch Elemente der tschechischen Volksmusik, z.B.
die Melodie eines Wiegenliedes, finden sich wieder. Gesangssolisten und gemischter Chor, begleitet von einem großen
Orchester, singen gemeinsam oder wechseln sich ab. Den sechsten Satz bestreitet gesanglich der Männerchor
zwei- bis vierstimmig zusammen mit dem Tenorsolisten.
Im Chor lernen wir bei fortschreitendem Übungsstand die Schönheit, Eigenart und Besonderheit dieses romantischen
Werks mehr und mehr schätzen und lieben. Alle Anstrengung ist auf den 4.November 2001 ausgerichtet, an dem
das eindrucksvolle Werk in angemessener Weise in St. Cosmas und Damian in Gau-Algesheim aufgeführt werden
soll. Dazu konnte M. Heucher nicht nur das bewährte Schöneck-Ensemble aus dem Landesjugendorchester Rheinland-Pfalz
gewinnen, sondern wiederum so bekannte Gesangssolisten wie Elisabeth Grandjean, Koblenz, Sopran, Dirk Schmidt,
Leipzig, Bass , Judit Christ, Mainz, Alt, sowie Joachim Burmann, Mainz, Tenor.
Chorleiter und Chor versprechen, wie stets ihr Bestes zu geben und freuen sich, wenn auch dieses Jahr das Haus
wieder voll wird!
(Dr. Bernhard Freund)
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